Grundsteuererlass bei Mietausfall

Als Eigentümer und Vermieter haben Sie nach § 33 Grundsteuergesetz die Möglichkeit, im Falle eines unverschuldeten erheblichen Mietausfalls beim zuständigen Finanzamt, einen Antrag auf Grundsteuererlass zu stellen. Dabei kann die Höhe des Erlasses bis zu 50 % betragen.

Es spielt keine Rolle, ob Ihr Mietobjekt komplett leer stand oder Ihnen durch berechtigte Mietkürzungen des Mieters (z. B. wegen eines Wasserschadens) nur ein Teil der Mieteinnahmen verloren gegangen ist. Wichtig ist nur, dass Sie den Mietausfall nicht zu verschulden haben.

In der Regel gilt: bei einem Mietausfall um mehr als 50 % des normalen Eintrags beträgt der Grundsteuererlass 25 %. 50 % Nachlass erhalten Sie, wenn Ihr Mietobjekt gar keine Erträge abgeworfen hat.
Bei Objekten, deren Erhaltung im öffentlichen Interesse liegt ist (z. B. denkmalgeschützte Gebäude) kann sogar ein Nachlass in Höhe von 100 % beantragt werden, wenn die Erhaltungskosten die Einnahmen übersteigen.
Sie müssen allerdings nachweisen können, dass Sie sich ernsthaft darum bemüht haben, einen Mieter für Ihr Objekt zu finden.

Um einen Grundsteuererlass für Ihr Objekt zu erwirken, muss Ihr Antrag bis spätestens 31. März des Folgejahres eingegangen sein (Stichtag für den Antrag beim Finanzamt für einen Grundsteuererlass für das Kalenderjahr 2016 war also der 31.03.2017).


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