Eigentum selber verwalten oder mittels Verwalter

Eigentum selber verwalten oder externen Verwalter beauftragen?
Gerade kleine und mittlere WEGs von 3-8 Wohneinheiten, werden oft durch die Eigentümer selber verwaltet. Viele WEG´s scheuen die Ausgabe für eine „externe“ Hausverwaltung und verwalten sich selbst, indem ein Eigentümer die Verwaltung, meist gegen ein kleines Entgelt, übernimmt.

Schnell wird klar, wie aufwendig diese Aufgabe sein kann. Schon das Erstellen der Nebenkostenabrechnung und des Wirtschaftsplans nehmen viel Zeit in Anspruch und lassen den Eigentümer auch fachlich und inhaltlich bald an seine Grenzen stoßen.

Selbst wenn der Eigentümer über die notwendige Fachlichkeit verfügt, kann er doch schnell in einen Interessenskonflikt gelangen. Ein Hausverwalter ist der Neutralität verpflichtet und hat die Interessen ALLER Eigentümer zu vertreten. Wie kann das funktionieren, wenn man selber Eigentümer in einer WEG ist und somit selbstverständlich auch individuelle Interessen hat und verfolgt? Die notwendige Distanz fehlt und die Überzeugungskraft den anderen Eigentümern gegenüber ist nachvollziehbar geschwächt.

Unser Tipp:
Eine „Selbstverwaltung“ kann natürlich funktionieren so lange die WEG harmonisch und homogen ist, doch zu bedenken ist, dass jede Zweckgemeinschaft irgendwann einmal Konflikte auszutragen und zu lösen hat. Dies gelingt einfach besser, wenn man einen neutralen Hausverwalter an seiner Seite hat, der fachlich argumentiert und mit ein wenig Moderationsgeschick die erhitzten Gemüter beruhigt und im Sinne der Gemeinschaft handelt.

Wir empfehlen dringend auf eine Selbstverwaltung zu verzichten und sich einer professionellen Hausverwaltung zu bedienen. Vergleichen Sie Ihre örtlichen Anbieter, laden Sie sich 2-3 Hausverwalter ein und entscheiden Sie dann gemeinschaftlich, welcher Anbieter sie am meisten anspricht. Bedenken Sie aber auch, nicht nur der Preis entscheidet sondern auch Fachlichkeit, Kompetenz, Erreichbarkeit und Verhandlungsgeschick.


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